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Heinz Rühmann 1902 - 1994






Der Schulfreund
80 x 155 cm
Hardy Ecke
er mit dem Teufel aus einem Topf essen will, muß einen langen Löffel haben, sonst verbrennt er sich den Mund.
Und so einen langen Löffel gibt es nicht.


Der Text stammt aus dem Spielfilm "Der Schulfreund" aus dem Jahre 1960 (später "Mein Schulfreund")
von Robert Siodmak nach dem preisgekrönten Theaterstück von Johannes Mario Simmel.

Heinz Rühmann, spielt den Geldbriefträger Ludwig Fuchs und spricht diese Worte zum Ende des Films zu seinem jüngeren Kollegen Paul, gespielt von Fritz Wepper. Die Figur Ludwig Fuchs verkörpert in diesem Film besonders deutlich die Ohnmacht des kleinen Mannes gegenüber dem Staatsapparat und der Willkür Einzelner.
Die Geschichte hinterläßt eine Reihe von Menschen, von denen jeder selber mit seinem Schicksal fertigwerden muß.
Die austauschbaren Armbinden stehen symbolhaft für verschiedene Formen der Macht, unter denen Menschen zu leiden haben.
Das Kohlesymbol steht für die Macht des Geldes. Leben wir nicht schon in einer Timokratie?
Die Macht der Drogenkartelle, die ihre zur Herstellung von Kokain benötigten Chemikalien von deutschen Firmen beziehen.
Die Macht der Kirche, im Angesicht des wirklich größten Problems dieser Erde, der Überbevölkerung, die Empfängnisverhütung zu verteufeln.
Eine Armbinde bleibt leer, um dem Betrachter die Möglichkeit zu lassen weitere Symbole zu erdenken.

Die Neo-Nazi Marionette hat keinen Mund. Sie steht für ein williges Menschenmaterial in den Händen von wenigen Rattenfängern.

Ersetzt ein wild um sich schießender Rambo den jungen Menschen unserer Welt die Ideale?


Ergänzung 2002:
Der obige Text und das Bild stammen aus dem Jahr 1991. Wie wir auch heute sehen, hat dieses Thema nichts an Aktualität eingebüßt. Gerade der letzte Satz bereitet mir Gänsehaut, wenn ich dabei an das Massaker 1999 in Littleton Colorado in der Columbine High School oder am 26.4.2002 in Erfurt am Gutenberg Gymnasium denke.
Wobei das Thema der zunehmenden Gewaltbereitschaft nicht allein dem dumpfen Rechtextremismus in die Schuhe zu schieben ist.



Hilflos einem 19jährigen Amokschützen ausgeliefert.

In der Sorge um unsere Jugendlichen und deren Erziehung hat sich in der Gesellschaft ein Vakuum gebildet, daß in Gesprächszirkeln und Kuschelecken nicht aufzufangen ist. Hier fehlen Aufgaben die nicht allein mit Hirnsport zu lösen sind.
Überschüssiger Energie muß eine sinnvolle Richtung gelenkt werden. Leider pendelt die Menschheit immer wieder von einem Extrem ins Andere, obwohl jedes Kind den Ausdruck "
Der goldene Mittelweg" kennt.
Aus Arbeitslosigkeit und Fremdenfeindlichkeit ist schon desöfteren im dumpfen Hirn des Einfältigen brandgefährlicher Hass geschmiedet worden.
Erstaunlicherweise hat die Politik in Deutschland es bis heute nicht ernst genug genommen.
Daß diese mundlosen, einfältigen Lemminge manchmal auch außer Kontrolle geraten, zeigt der gerissene Faden der Marionette.

















Leider kann ich den Urheber dieser genialen Grafiken nicht ermitteln.
Ich würde an dieser Stelle auf sein © Urheberrecht hinweisen.