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In der Staatsgalerie Stuttgart vor Otto Dix

Venus und Mars von Botticelli

Venus und Mars nach Botticelli








Egon Erwin Kisch
von Christian Schad 1928



Malerei ist tot - Tod ist tot
Malerei ist tot - Tod ist tot
145 x 99 cm
bwohl sich dem Betrachter durch meine ständige Schädelmalerei der Gedanke an den Tod aufdrängt, ist dieses Bild alles andere als traurig.
So wie sich das Bild
Tote Maler sind gute Maler auf den künstlerischen Existenzkampf bezieht, so steht dieses Bild als Manifest gegen die immer wiederkehrende Aussage
Malerei ist tot
mit der uns der kommerzielle Kunstbetrieb weismachen will, daß eben die Malerei nun endgültig tot ist und ad acta gelegt werden könnte. In unserer heutigen schnellebigen Zeit so zu malen, hat schon etwas selbstmörderisches, marktignorierendes an sich, jedoch mich selbst als Zwerg darstellend, triumphiere ich als Maler über diese Aussage und führe sie ad absurdum.
Trotzig schleudere ich dem entgegen:
Tod ist tot und habe ihm sogar noch sein Werkzeug entrissen. Wie der Jäger posiere ich nun auf dem Brustkorb meiner Beute.
Auch der Brite David Hockney stellte 1999 fest:
"Malerei ist nicht tot, sie ist gerade dabei aufzuerstehen."
Wie auch in dem bereits erwähnten Bild
Tote Maler sind gute Maler stehen die Mäuse im Vordergrund wieder für "Mäuse, Kohle, Zaster .... " eben Geld, an dem es uns Künstler seit Jahrhunderten mangelt. Von wenigen Ausnahmen, die zu Lebzeiten durch die damaligen Königshöfe oder den heutigen Kunstbetrieb gemacht wurden, mal abgesehen.
Die Malerei nähert sich in diesem Bild der Renaissance des Sandro Botticelli, während sich der Hintergrund mit seiner konstruierten italienischen Landschaft an die Malerei der deutschen Romantik anlehnt. Werde ich nun meinem großen Vorbild Fernando Botero untreu?
Finde ich mich nun eher bei der neuen Sachlichkeit eines Christian Schad wieder?
Ist es eine Erneuerung oder eine Weiterführung der Malerei des Henri Rousseau?
Obgleich es nicht meine Aufgabe sein kann, meine eigene Malerei in Schubladen einzusortieren, suche ich ständig nach einer malerischen Heimat, nach Gleichgesinnten, nach stilistischer Geborgenheit.
Renaissance, Naive, Neue Sachlichkeit, Realismus -
oder alles nicht?




Tote Maler sind gute Maler

David Hockney
David Hockney

Sandro Botticelli